Vielen Dank 2025!
Ein Jahr voller Umstrukturierungen
Das Jahr 2025 ist zu Ende und hier kommt wie auch bereits letztes Jahr ein kleines Resümee.
Ein Highlight jagte das nächste.
Das war ein wirklich verrücktes Jahr. Mit sehr vielen tollen Momenten aber auch neuen Herausforderungen.
Etwa 250 Kinder haben dieses Jahr unseren Bienenstand in Gladbeck besucht. Wenn ich noch die Schulen und Kindergärten dazurechne die ich dieses Jahr kostenfrei besucht habe, dann komme ich auf etwa 300 Kinder, denen ich das Leben der Honigbienen, Wildbienen, Wespen, Hornissen und Hummeln näher bringen durfte.
Und ganz ehrlich, diese Zahl macht mich stolz!
Mein Ziel ist es den Kindern den unschätzbaren Wert dieser Bestäuber näher zu bringen. Und wenn auch nur eine Handvoll versteht, dass diese Tiere wichtig sind, dann hat es sich gelohnt.
Meine Honigbienen sind mir da nützliche Unterstützer. Hier kann ich den Kindern die Tiere näher zeigen und den mutigen auch mal eine Wabe mit ein paar tausend Bienen in die Hand drücken. Das ist mit Hornissen natürlich nicht ganz so einfach :-)
Aber es hilft den Kindern ein Grundverständis zu vermitteln.
Ein volliger Kontrast dazu waren meine Besuche bei verschiedenen Tagespflegen. Ein immer sehr neugieriges und geduldiges Publikum mit sehr netten Gesprächen. Auch hier freue ich mich schon auf die Termine in 2026.
Ein weiteres Highlight war für mich der Vortrag bei Funke. Auch hier ein großes Dankeschön für die Möglichkeit vor großem Publikum über mein Lieblingsthema sprechen zu dürfen!
Außerdem durfte ich neue Partner dazu gewinnen, hier jeden einzeln aufzuzählen würde vielleicht den Rahmen sprengen. Außerdem würde ich zu 100% jemanden vergessen. Ich kenne ich doch :-)
Mit dem Kleinen Bergmann aus Gladbeck ist dieses Jahr noch die Honig-Senf Sauce „Klebriger Kobold“ entstanden. Ein wirklich tolles Produkt, welches wirklich großen Anklang gefunden hat. Nach nicht mal 1,5 Tagen waren wir ausverkauft!
Außerdem habe ich mich dieses Jahr intensiv mit dem Thema instrumentelle Besamung und der Varroaresistenzzucht beschäftigt.
Die Resistenzzucht ist mir eine Herzensangelegenheit geworden. Auch hier habe ich neue Kontakte knüpfen können und bin dank vielen Leuten ein ganzes Stück weiter gekommen. Vielen Dank für den Support!
Das Format „offene Imkerei“ ist super angekommen und wird 2026 weiter ausgebaut. Es wird auf jeden Fall wieder Termine geben und dieses Jahr mit neuen Inhalten. Ihr dürft also gespannt sein :-)
Herausforderungen
Aber natürlich gab es auch ein paar Herausforderungen.
Imkern ist und bleibt wenig planbar. Und naja, ich nenne es mal Aufregend :-)
Die Vespa Velutina ist im Anmarsch und in Gladbeck habe ich dieses Jahr einen deutlichen Zuwachs beobachten müssen.
An meinen Stand in Gladbeck gab es eigentlich keine Tageszeit an denen ich keine Asiatische Hornisse gesehen hätte. Wenn man bedenkt, dass ich letztes Jahr nur ein paar wenige beobachten konnte, dann ist die Entwicklung sehr besorgniserregend.
Da wir leider keine Unterstützung mehr erhalten, müssen wir als Imker die Last leider komplett alleine tragen. Das ist eine sehr bedauerliche Entwicklung.
Außerdem ist die Tropilaelaps Milbe in großen Schritten auf dem Vormarsch. Aktuell ist sie aus Asien bis zur Ukraine vorgedrungen. Ähnlich der Varroamilbe parasitiert auch diese Milbe die Bienenvölker.
Machen wir uns nichts vor, die Imkerei wird sich in den nächsten 5-10 Jahren komplett wandeln.
Daher arbeite ich intensiv daran meine Imkerei zukunftssicher zu gestalten und einiges zu verändern.
Das geht natürlich nur, wenn man auch die finanziellen Mittel dafür hat. Wer auch in Zukunft regionalen Honig verzehren möchte, der wird nicht drumrumkommen in Zukunft deutlich mehr für ein Glas Honig zu bezahlen.
Die Honigpreise in Deutschland sind leider ein Witz. Wer jetzt in den nächsten Supermarkt fährt, der wird staunen wie niedrig die Preise für ein Glas Honig sind. Neulich habe ich einen Biohonig für 3,99€ gesehen. Für 500g!
Warum ist das so?
Ab dem 14. Juni 2026 müssen in der EU neue, transparentere Honig-Etiketten her: Die vage Angabe „Mischung aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ wird durch eine vollständige Liste aller Herkunftsländer und deren prozentuale Anteile in absteigender Reihenfolge ersetzt, was Betrug erschweren und Verbrauchern mehr Klarheit verschaffen soll.
Kurzum. Der Rotz in den Lagern muss bis dahin raus. Weshalb die Preise aktuell so günstig sind.
Kein Mensch kann in Deutschland für 10€/kg wirtschaftlich Honig herstellen. Das ist einfach nicht möglich.
Wenn man sich als Imker einen Mindestlohn auszahlen möchte dann muss der Honig pro Kilo bei ca. 14€ liegen. Wenn man Alleinstehend ist!
Ich habe das Glück ein verständnisvollen Kundenstamm zu haben. Jedoch ist das nicht überall der Fall. Daher muss man leider davon ausgehen, dass es in Zukunft deutlich weniger Imker geben wird. Der Arbeitsaufwand wird immer höher, die persönlichen Kosten steigen immer weiter. Daher muss sich der Honigpreis verändern.
Ausblick auf 2026
Trotz der Herausforderungen bin ich aber optimistisch und gehe positiv ins neue Jahr 2026.
Es schwirren viele Ideen in meinem Kopf die umgesetzt werden wollen. Ab nächstes Jahr wird es einen tollen neuen Bienenstand auf eine neu entstandenen Streuobstwiese geben. Da freue ich mich schon die ersten Bienen fliegen zu sehen.
Auch nächstes Jahr wird es neue Kooperationen geben, auf die ich mich schon jetzt riesig freue :-)
Auch die Arbeit mit dem Rotthoffs Hof wird im Neuen Jahr ausgebaut und erweitert.
Und ein großes Dankeschön an alle Kunden! Ohne euch würde das Abenteuer Imkerei nicht funktionieren.
Vielen Dank an den Austausch, euer Interesse und eure Treue!
Das weiß ich wirklich sehr zu schätzen.
Liebe Grüße Nico
Vielen Dank 2024!
Zu aller erst möchte ich mich bei allen Kunden und Unterstützern für das Jahr 2024 bedanken! Ohne euch wäre hier vieles nicht möglich.
Danke an Joel von Joe´s Cafe, danke an Martin von Entdeckerweine, die mir eine neue Vertriebsmöglichkeit gegeben haben. Ein großes Dankeschön das ich Teil des Feierabendmarktes in Gladbeck sein darf. Danke an das Team vom Rotthoffs Hof, an Schulte-Scherlebeck aus Herten und Tobias Dalhaus aus Dorsten, die meinen Bienen ein Zuhause geben.
Ein großer Dank gilt auch meiner Familie, die den ganzen Wahnsinn hier mitmachen und unterstützen.
Danke an alle die mich über Kofi unterstützen und es damit erst möglich machen, dass ich so viele soziale Projekte unterstützen kann.
In diesem Jahr konnte ich mir einen kleinen Traum erfüllen und konnte eine Woche lang Kindern alles rund um das Thema Wild- und Honigbienen vermitteln. Danke an den Rotthoffs Hof für die Möglichkeit und das Vertrauen, dass ich die Abenteuerwoche organisieren und leite durfte.
Das Jahr war aber auch herausfordernd.
Das Frühjahr war sehr nass und durch die zusätzlichen Kälteeinbrüchen, hat es an manchen Ständen keinen Frühjahrshonig gegeben. Die Ernte war im Schnitt deutlich niedriger als im vorherigen Jahr. Die Honigmenge insgesamt war etwas höher, jedoch habe ich dieses Jahr deutlich mehr Völker.
Außerdem war alles diese Jahr in unserer Region teilweise 4 Wochen früher dran als gewohnt. Zum Beispiel habe ich bereits in der ersten Aprilwoche den ersten Schwarm gefangen.
Der Raps war nochmal früher dran als letztes Jahr.
Die Varroamilbe hatte ebenfalls ein sehr gutes Jahr und auch die Vespa Veluntina ist hier bereits auf dem Vormarsch und an manchen Ständen eine Herausforderung.
Am Anfang des Jahres haben wir die Preise erhöht, weshalb wir dennoch gut durchs Jahr gekommen sind.
Im neuen Jahr wird es keine Preisanpassungen geben, trotz ständig steigender Preise.
Durch die Erweiterung unserer Produktpalette und Optimierung von Prozessen wollen wir die Preise im nächsten Jahr halten.
Der aktuelle Preis wird jedoch langfristig so nicht zu halten sein, wenn wir in Zukunft auch weiterhin existieren wollen. Häufig wird vergessen, dass wir als Landwirte nicht nur aus Spaß arbeiten, sondern auch laufende Kosten haben. Am Ende des Tages wollen meine Kinder dann auch satt werden :-)
Wir sind aber in der glücklichen Lage, dass unser Kundenstamm da sehr verständnisvoll ist und sich dessen bewusst ist.
Vielen Dank für eure Treue!
Rückblick und Ausblick
m Anfang des Jahres habe ich eine Hygieneschulung und den Sachkundenachweis Honig absolviert. Wir wollen unsere Produkte stetig verbessern und sehen es als unsere Pflicht an, uns ständig in den Bereich weiterzubilden.
Außerdem stand dieses Jahr noch die Weiterbildung zum Wespen-und Hornissenfachberater an, damit wir hier auch in Zukunft für euch da sein können.
Jedes Jahr suche ich mir einen Schwerpunkt aus, den ich intensiv erlernen oder vertiefen will.
2025 steht ganz oben die Völkervermehrung und Königinnenzucht auf den Plan. Außerdem will ich mich auch mit dem umstrittenen Thema instrumentelle Besamung auseinandersetzen.
Zu diesem Thema habe ich noch keine klare Meinung. Ich sehe die Kritik an dem Verfahren, aber auch die Chancen die es uns bietet, in Zukunft auf Medikamente zu verzichten.
Und da bereits die nächsten Feinde auf dem Vormarsch sind wie zum Beispiel die Tropilaelaps-Milbe verstehe ich die Hoffnungen dieser Methode.
Auch ich finde eine Bienenhaltung ohne den Einsatz von Medikamenten erstrebenswert.
Da ich jedoch kein Freund davon bin mir ein Urteil zu bilden ohne mich intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt zu haben, werde ich mich hierzu intensiv einlesen, in Gesprächen austauschen und Kurse belegen.
Die Imkerei ist eine tolle Sache, die unglaublich viel Spaß macht. Jedoch ist und bleibt die Imkerei auch in Zukunft herausfordernd und wenig planbar.
Außerdem soll unsere Produktpalette erweitert werden, es wird in Zukunft Kursangebote geben und wir wollen für unsere Kunden noch transparenter werden. Es es mir ein persönliches Anliegen, dass unsere Kunden auch wissen wie und wo der Honig gewonnen wird.
Nochmal vielen Dank!
Abschließend möchte ich mich nochmals bei euch allen bedanken!
Hoffentlich geht ihr genauso motiviert und optimistisch ins neue Jahr. Mögen Eure Ziele und Träume in Erfüllung gehen!
Liebe Grüße
Nico
Soziales Engagement
Gladbeck
Imkern und soziales Engagement passt bestens zusammen. So zumindest ist unsere Einstellung. Von Anfang an war uns wichtig unser Wissen auch Kindern weiterzutragen. Kostenfrei.
Aktuell haben zwei Kindergärten bei uns eine Bienenpatenschaft. Jeder Kindergarten hat eine Behausung gestellt bekommen und die Kinder durften diese selbst gestalten. Die Bienenbeuten stehen an unseren Ständen und werden von uns betreut. Jedes Jahr können die Kinder vorbei schauen und bekommen einen Einblick in das Leben der Honigbiene. Der Honig aus den jeweiligen Völkern wird zum Teil den Kindergärten gespendet. Dabei kommen gut 15kg Honig zusammen, der über die Fördervereine veräußert wird.
Die Summe aus den Honigverkäufen geht zu 100% an die Kindergärten.



Ehrenamt
Im Rahmen der Abenteuerwoche "Wild- und Honigbienen" auf dem Rotthoffs Hof in Kirchellen, haben wir den Kindern Allerlei über Honig-, Wildbienen und Hornissen beibringen können.
Uns ist wichtig, dass Kinder ein Bewusstsein dafür entwickeln woher Lebensmittel kommen, welche Arbeit dahinter steckt und ein Gefühl für die Natur bekommen.



